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3D drucken

September 3, 2014

Tipps für den 3D Druck von Charakter-Modellen – Teil 3

Nachfolgend ein paar Tipps, wie du die anfallenden Kosten beim 3D Druck an dein Budget anpassen kannst.

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So kannst du beim 3D Druck deines Charakter-Modells kosten sparen

 

Mache deine Modell hohl. Für etwas, das nicht in 3D gedruckt werden muss, fallen auch keine Kosten an. Wenn du also das Innere entfernst, kannst du dadurch die 3D Druckkosten erheblich reduzieren. Aber beachte dabei die korrekte Ausrichtung der Normalen, wie vorher bereits erwähnt.

Eine verbreitete Methode, um ein Objekt “auszuhöhlen” ist, das Innere zu extrudieren, wobei allerdings  scharfe Kanten entstehen können. Durch Glätten der Innenwände lässt sich dieses Problem aber leicht beheben.

 

Verkleinere dein Objekt! Du wirst erstaunt sein, wie positiv sich das auswirken wird. Denn natürlich hängen die Kosten beim Drucken in 3D, direkt mit dem gedruckten Volumen zusammen – also besteht hier natürlich auch ein Zusammenhang mit der Größe deines Objekts. Wenn du die Größe deines Objekts halbierst, fällt nur noch ein Achtel des Druck-Volumens an. Einige Anbieter von 3D Drucken bieten auf ihrer Homepage einen hilfreichen Größen-Rechner an, mit dem du  die richtige Größe deines Modells, entsprechend deines Budgets ermitteln kannst. Hier kannst du schnell und einfach den jetzigen Preis für einen 3D Druck in Erfahrung bringen und deinen Zielpreis eingeben, worauf dir mitgeteilt wird, um wie viel du dein Objekt verkleinern musst.

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Tipps für den 3D Druck von Charakter-Modellen – Teil 2

Beim sogenannten “Rigging” kannst du deinem Modell ein Skelett oder auch Gelenke, die festlegen, wie einzelne Teile deines Modells bewegt werden können, verpassen. Benutze aber keine allzu extremen Verwindungen, da diese Probleme mit den Normalen verursachen können, wenn die inneren Normalen zu sehr nach außen gedrückt werden.

Ein Skelett für dein Modell benutzen

Soweit ich aber sagen kann, werden wasserdichte, mannigfaltige Objekte ihre Mannigfaltigkeit behalten, wenn sie mit “rigging” verändert werden. Wenn du also mit einer in 3D druckfähigen Version beginnst, sollte diese normalerweise auch druckbar bleiben, wenn sie „gerigged“ wird.

Bis zu einem gewissen Grad können 3D Drucker auch Modelle verarbeiten, die sich selbst überschneiden, wobei deckungsgleiche Flächen mitunter problematisch sein können. Wenn dein Modell hierbei zunächst Probleme verursacht, musst du eine leichte Veränderung an den Positionierungen vornehmen und es erneut versuchen.

Letztlich werden beim Drucken in 3D, lediglich die Informationen deines Modells und nicht die der “Rigs”, verarbeitet. Insofern musst du diese genau einarbeiten, bevor du die Datei exportierst.

CharakterKrieger

Mache die Arme und Beine für dein 3D Charakter-Modell stark genug

Vielleicht erkläre ich hier etwas, was dir selbst offensichtlich erscheint aber achte bewusst darauf, dass Teile deines Modells, in der Lage dazu sein müssen, erheblichen Kräften zu trotzen. So ist es zum Beispiel keine gute Idee, einen fetten und schweren Charakter mit sehr dünnen und schwachen Beinen zu gestalten. Die Beine würden unter dem Gewicht einfach weg knicken. Also überlege dir, ob dein Charakter-Modell auch stehen bleiben wird.

In deiner 3D Applikation wird dein Modell immer schön auf seinen Füßen stehen bleiben, wenn du aber zu wenig darauf achtest, wie sich dein Modell in der Realität verhalten wird, wird es unter Umständen einfach umkippen. Du musst also herausfinden, wo bei deinem Modell der Schwerpunkt, im Verhältnis zu seiner Größe und den Kontaktpunkten zum Boden, liegt.

Wenn du Glück hast, hat deine 3D App so etwas wie einen Schwerpunkt-Kalkulator, den du benutzen kannst. Wenn nicht, verrate ich dir hier einen kleinen Trick, den ich häufig anwende:

Ziehe einen Kreis um die Punkte, an denen dein Objekt Kontakt mit dem Boden hat. Als nächstes betrachtest du dein Modell von oben und siehst so, ob der größte Teil, des Schwerpunktes innerhalb dieses Kreises liegt. Wenn dies der Fall ist, dürfte es recht stabil stehen. Wenn dies aber nicht der Fall ist, solltest du einige zusätzliche Schritte ausführen.

Achte auch darauf, dass die Form der Kontaktbereiche möglichst kreisförmig ist.

Die Höhe eines Objektes spielt natürlich auch eine Rolle in Bezug auf seine Stabilität. Je höher ein Objekt ist, umso instabiler wird es. Betrachte also nochmal die Position des Schwerpunktes. Als nächstes solltest du die Durchschnittsgröße des Kontaktbereichs in beiden Ansichten abmessen. Als Faust-Regel gilt hierbei, dass die beiden Werte ungefähr gleich sollten.

Eine Basis für die Stabilität deines Charakter-Modells hinzufügen

Noch eine mögliche Vorgehensweise ist, deinem Modell eine Basis hinzuzufügen. Vergewissere dich auch hier, dass der Schwerpunkt in der Mitte des Basis-Bereiches liegt – idealerweise im Mittelpunkt, um das möglichst stabilste Resultat zu erreichen.

Ein Nachteil bei dieser Vorgehensweise ist, dass für die Basis deines Objektes zusätzliches Material benötigt wird, was den Preis für die Herstellung natürlich in die Höhe treibt. Selbst eine kleine Basis mit einem Durchmesser von lediglich 5 Zentimetern, benötigt beim 3D Printing ungefähr 4 Kubikzentimeter an Druck-Material.

Wenn du dich aber dennoch dazu entschlossen hast, dein Modell mit einer Stabilisierungs-Basis zu gestalten, kannst du diese Basis immerhin direkt in das Design integrieren und zum Beispiel den Namen der Figur mit aufdrucken.

Wenn dein Modell es zulässt, kannst du ihm unter Umständen mit Requisiten zu mehr Stabilität verhelfen. So kann sich zum Beispiel ein Krieger auf sein Schwert stützen oder der Schwanz eines Dinosauriers berührt den Boden.

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Tipps für den 3D Druck von Charakter-Modellen – Teil 1

Wenn du an deinem Computer Charakter-Modelle erstellst, wirst du sicherlich schnell feststellen, dass deine Modelle nicht direkt für den 3D Druck geeignet sind. Viele Modelle und Charaktere, die du entworfen hast, sehen natürlich erst einmal klasse aus, du kannst sie aber nicht dreidimensional auf deinem Bildschirm darstellen, geschweige denn, in realer Form auf deinem Schreibtisch aufstellen.

Dieser Artikel befasst sich allerdings nicht mit dem Erstellen von „Charakteren“, sondern zeigt dir einige Tipps und Tricks, wie du das bestmögliche Resultat in einem 3D Ausdruck erreichst..

Die allererste und wichtigste Voraussetzung für einen 3D Druck ist, dass dein Charakter-Modell wasserdicht ist. Diesem Aspekt solltest du von Anfang an ganz besondere Aufmerksamkeit schenken, weil du dich beim erstellen der Charaktere, zunächst vermutlich ganz auf die sichtbaren Teile konzentrieren wirst. Rückseiten, Kleider und Augen wirst du vermutlich weglassen, weil man sie beim “Rendern” ohnehin nicht sehen kann.

Charakter

Für 3D Drucker ist es allerdings erforderlich, dass alle Ebenen und Oberflächen deines Modells geschlossen sind. Wenn das nicht der Fall ist, stellst du jeden 3D Drucker vor ernsthafte Probleme.

Außerdem müssen alle Normalen deines Charakter-Modells in die korrekte Richtung, nach außen hin, verlaufen. Anhand der Richtung, in die die Normalen weisen, wird nämlich die Innen- und die Außenseite des Objektes bestimmt. Innen und Außen bezieht sich in unserem Fall, auf das Material, das gedruckt werden soll. Dies musst du ganz besonders dann beachten, wenn du hohle Körper erstellst. Also nochmal: vergewissere dich immer, dass die Normalen an deinem Modell nach Außen zeigen.